Monnica Hackl Einführung zum Therapieren mit Farben.
(Copyright bei Monnica Hackl. Verwendung auch auszugsweise nur mit Genehmigung von Monnica Hackl)
In den letzten Jahren kamen mit der New-Age-Bewegung unzählige neuartige, Therapieformen zu uns, denen viele Therapeuten auch heute noch distanziert gegenüberstehen.Auch die Farbtherapie, obgleich sehr viel älter als die obigen Systeme, ist nicht zuletzt durch zahllose Veröffentlichungen eher esoterischer Art in die Nähe dieser New-Age-Methoden gerückt, wo sie aber keineswegs hingehört. Die Farbtheraphie ist ein auf wissentschaftlichen Erkenntnissen basierendes in der konventionellen und alternativen Medizin anerkanntes Verfahren. In der Geschichte der modernen Farbtherapie im deutschsprachigen Raum waren richtungsweisend die Forschungen von:
Professor Pauli
schon 1938 in München, der die Kranken in sogenannten Farbräumen behandelte, d.h., die Zimmer waren in unterschiedlichen Farben gestrichen. Wenn Epileptiker sich eine gewisse Zeit lang im blauen Zimmer aufhielten, verringerten sich die Anfälle und blieben schließlich ganz aus. Eine Erkenntnis, die ich in der eigenen Praxis auch erfahren konnte. So macht z.B. der längere Aufenthalt in einem rot gestrichenen Zimmer aggressiv, eine Tatsache, die sich Boxkämpfer vor einem Wettkampf zunutze machten. Ein gelber Schreibtisch hingegen macht frisch und lädt zu geistiger Arbeit ein. Eine Dinshah-Farbbestrahlung mit Blau wirkt heilend bei Epilepsie.
Professor A. Popp,
hier geht es in besonderer Weise um das Wesen von Photonen; Photonen sind Lichtquanten, die in den Körperzellen als Energieträger und Informationsvermittler wirken und dadurch Reaktionen im Körper hervorrufen.
Professor Beche
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entdeckte 1954 in der Retina des Auges Zellen, die mit vielen Fortsätzen versehen waren. Diese Zellen waren auch in der Netzhaut von blinden Menschen vorhanden und erkannte, daß sie mit dem Gehirn in Verbindung stehen und für die psychische Wirkung der Farben ver-antwortlich sind. Denn das Sehen von Farben ist nicht nur ästhetischer Genuß, sondern hat, da die Farbschwingung vom Auge direkt ins Gehirn transportiert wird, auch Auswirkungen auf die Psyche.
Die »Zwölf-Farben-Chromotherapie« des indischen Arztes Dr. Dinshah Ghadiali
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Diese ist ein exaktes, wissenschaftliches und in sich abgeschlossenes System, das in Amerika seit 1920 mit großem Erfolg angewandt, wurde.»Wurde« deshalb, weil Dinshah seiner so wertvollen Arbeit durch ungeschicktes Verhalten keinen guten Dienst erwies und die amerikanische Gesundheitsbehördeaus diesem Grund die Anwendung seiner Chromotherapie stark eingeschränkt hat.
Die Wirkung der Zwölf-Farben-Chromotherapie entsteht durch den Einfluß des Thalamus im Diencephalon. Der Thalamus, ist eine Sammel-und Umschaltstelle für alle der Großhirnrinde zufließenden sensiblen und sensorischen Reize aus der Umwelt. Aber er nimmt nicht nur von außen auf, sondern verarbeitet auch Impulse, die aus der Psyche kommen. Daneben ist der Thalamus für Reize, die die Hautoberfläche betreffen, verantwortlich. Die Haut als unser flächenmäßig größtes und sensibelstes Organ leitet alle aufgenommenen und wahrgenommenen Impulse und Reize an das Diencephalon (Thalamus) weiter. Dazu gehören Berührung, Temperatur und Schmerz und andere Empfindungen der Haut. In der Medizin sind die Reflexzonen bekannt, in denen sich in nuce das gesamte Organsystem widerspiegelt. Alle Reize, wie Akupunktur oder Massage, werden über diese Reflexgebiete zuerst an den Thalamus und dann an die damit in Verbindung stehenden Organe weitergegeben.
Die Pathophysiognomie schließt durch die Beobachtung bestimmter Gesichtsareale auf ganz spezifische Organstörungen oder Erkrankungen. Am deutlichsten zeigt das die Pathophysiognomik von Natale Ferronato. Die zunächst gesehenen Krankheitszeichen im Gesicht verschwinden nach der naturheilkundlichen Behandlung des geschädigten Organs. Ferronato ist in der Lage, aus Farbabweichungen in Gesichtszonen Rückschlüsse auf das Stoffwechselgeschehen zu ziehen, und kann
dort z.B. einen gestörten Calzium- oder
Eiweißstoffwechsel erkennen und behandeln.Wenn also das geschwächte Organ und der geschädigte Stoffwechsel an der Haut zu sehen ist, dann können wir daraus folgern, daß auch nicht nur über das Organ, sondern auch über die Haut eine Therapie möglich ist.
Die Dinshah-Chromotherapie gehört zu den ernstzunehmenden Therapiearten,